Mal ehrlich: Haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt, was die beiden original französischen Käse Camembert und Brie und andere ähnliche Sorten unterscheidet? Warum gibt es so viel Namen für Käse mit einem weißen Edelpilz?
Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Größe: Während ein französischer Brie einen Durchmesser von 22 bis 38 Zentimetern hat, ist ein Camembert nur 10,5 bis 11 Zentimeter groß. Das unterscheidet die Käse nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich. Denn das Verhältnis von Käseteig zu Rinde ist bei beiden anders – und dadurch auch das Käsearoma.
Außerdem gibt es einige Unterschiede in der Herstellung. Dazu gehören beispielsweise die Dicklegungszeit der Milch, die Verwendung verschiedener Kulturen und die Reifezeit. Und nicht zuletzt hat auch die Herkunftsregion einen Einfluss auf den Charakter der Käsesorten. Besonders deutlich wird dies bei den traditionellen Varianten, die auch heute noch nach althergebrachten Methoden in den ursprünglichen Heimatregionen von Camembert und Brie hergestellt werden. Über das Futter der Tiere verleihen Klima und Vegetation der Milch – und somit auch den Käsen - ein charakteristisches Aroma. Dadurch schmeckt der Camembert aus der Normandie immer anders als der Brie aus der Ile-de-France bei Paris.
Es ist also das Zusammenspiel verschiedener Faktoren – Größe, Herkunft sowie Herstellung und Reifung, die das Besondere eines Käses ausmachen. Sie alle sorgen dafür, dass wir im Brie vor allem Haselnussaromen wieder finden, während uns der Geschmack des Camemberts eher an Kohl erinnert.
Probieren Sie's beim nächsten Einkauf aus. Kaufen Sie sich ein Stück französischen Brie und einen Camembert aus der Normandie, und achten Sie auf die feinen Unterschiede. Sie werden sie sofort entdecken.